Wie Träume wahr werden

In meinen vergangenen Jahren versuchte ich stets einen Vollzeitjob mit privaten Schminkanfragen zu kombinieren. Ich arbeitete hauptberuflich für erfolgreiche Beauty Marken und dachte früher, dass es für mich so eine Art „Jackpot“ war. Doch ich muss zugeben, dass dieses Gefühl schon nach einigen Monaten nachließ. Ich denke, es lag größtenteils daran, dass ich den Schminkanfragen immer weniger nachkommen konnte. Sei es wegen der fehlenden Zeit oder aus anderen Gründen, die mit meinem Beruf zu tun hatten. Ich musste letztes Jahr sicherlich 80- 90% der Anfragen ablehnen. Dadurch wurde mein Berufsalltag ziemlich durchschnittlich.
Genau dieser Alltag war es, der mich am Ende nicht überzeugt hat. Irgendwann dachte ich mir „Das kann doch nicht alles gewesen sein?!“. Ich respektiere oder bewundere schon eher wirklich jeden, der gerne aufsteht und seine ganze Kraft für ein Unternehmen hergeben kann. Ich hatte jedoch das Gefühl nicht alles in und aus mir ausschöpfen zu können. Das werden die ein oder anderen sicher kennen.
Ich fragte mich Tag für Tag, ob das nun so die ganzen Jahre weitergehen soll. Ich glaube, es lag auch z.T. daran, dass ich mich unterfordert gefühlt habe. Klingt komisch, ist aber so. Wenn man irgendwann eine feste Routine hat, verblödet man doch. Bitte entschuldigt die Wortwahl, das waren meine Gedanken. Ich brauche einfach immer diese Herausforderung und genau die spüre ich nur, wenn ich frei schminken darf.
So hat mich meine berufliche Situation in den vergangenen Monaten schlichtweg unglücklich gemacht. Als ich irgendwann an der gefühlten Spitze des Eisberges stand, wusste ich, es muss sich was ändern. Einerseits mag man wahrscheinlich die Sicherheit, die man mit dem Job verbindet. Man weiß immer, womit man am Ende des Monats rechnen kann und hat fürs erste kein besonderes Risiko.
Keine private und berufliche Freiheit zu haben war für mich jedoch schädlicher als keine Sicherheit zu haben. Es hat mich so unzufrieden sein lassen, dass ich nach monatelanger Überlegung meinen Vollzeitjob tatsächlich kündigte.

Ich weiß, dass ich diesen Schritt niemals bereuen werde, denn es hat mich glücklich gemacht. Und da glückliche Menschen im Vergleich zu unzufriedenen und frustrierten Menschen mehr erreichen und bewirken können, werde ich mich sicher weiterentwickeln und Dank meiner Freude noch mehr Positives im Leben anziehen.
Ich glaube, man kann sich zuvor auch kaum vorstellen, wie viel Energie man überhaupt für seine eigenen Projekte haben kann. Als ich den ersten offiziellen Schritt zum Amt wagte, um meine Selbstständigkeit bekannt zu geben, entfachte das allein schon unglaubliche Kräfte in mir. Völlig entschlossen, energiegeladen und voller Freude nimmt man jede anstehende Aufgabe gerne in die Hand.
Jede schwierige Situation, die du jetzt meisterst, bleibt dir in der Zukunft erspart.“(Dalai Lama)

Ich beobachtete viele Menschen in der Vergangenheit, die total begabt und talentiert waren und nur weil manchmal eine Person irgendwelche Nachteile aufzählte, verloren sie den Glauben an sich selbst. Unendlich traurig sowas. Tobias Beck nennt diese Art von Menschen „Bewohner“. Ihr müsst euch unbedingt mal die Zeit dafür nehmen und bei Youtube ansehen, was oder wen genau er damit meint. Dieser Mann gehört übrigens für mich zu den absoluten Gewinnern im Leben. Tony Robbins und er haben mich auf meinem Weg sehr inspiriert und gestärkt. Tony Robbins ist ein sehr bekannter Erfolgscoach und Speaker aus den USA. Von denjenigen, die sowas als Schwachsinn empfinden, möchte ich mich an diesem Punkt auch gleich verabschieden.:-)
Natürlich ist es anfangs schon seltsam, wenn das Publikum bei seinen Seminaren anfängt zu springen und die Menschen ihn teilweise als Retter bezeichnen. Aber am Ende des Tages zeigt er den Menschen, wie viel Potential in ihnen steckt und weckt den inneren Geist auf, damit sie endlich tun können, wovon sie träumen.

Die meisten glauben nicht an ihre Träume oder denken nur „Wie schön es wäre ...“ - Tut es, macht es! Wer oder was hindert euch daran? Klar, es sind immer andere Schuld. Erlaubt euch einfach den Mut und riskiert es. Hört über das Gelächter hinweg. Viele, die anfangs nur über eure Ideen und Projekte lachen, sind meiner Meinung nach arm. Sie haben selbst nicht den Mut etwas aus sich zu holen und bewundern im Unterbewusstsein eure Entschlossenheit.

Ausreden wie „Das, was ich machen möchte, gibt es schon.“ oder „Der oder die macht das besser.“ zählen nicht.

Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist.“ (Dalai Lama)

Selbstverständlich gibt es heutzutage von allem Überfluss, aber wenn man sich allein auf seinen eigenen Weg fokussiert und sich nicht ständig vergleicht, wird es sich harmonisch entwickeln. Übrigens anderen etwas gönnen (denn sie arbeiten mindestens genauso hart dafür!) und sich mit ihnen freuen, ist von großer Bedeutung. Möchte man nicht selbst, dass andere sich für einen freuen, anstatt das Ganze mit einem kritischen Auge beobachten? Außerdem verbreitet man durch Freude, ob für einen selbst oder mit anderen, positive Energie. Und davon kann es nie genug geben.:-)
Wer anderen hingegen Missgunst oder Schaden wünscht, sollte sich nicht wundern, wenn die Quittung dafür anklopft. (Karma) Die Zeit, die man mit negativen Gedanken über andere verschwendet, sollte lieber sinnvoll für den eigenen Weg und die eigene Zukunft genutzt werden.

Doubts kills more dreams than failure ever will.“(Karim Seddiki)


Ich weiß nicht, wo ich in einem Jahr stehen werde, denn bei mir verlief es selten nach Plan. Was ich aber weiß, ist, dass es bei mir am Ende des Tages immer besser lief, als ich es mir jemals vorstellte. Und wenn gesagt wird „Du hast echt viel Glück“. Nein, ich habe mir die Leute zum Vorbild gemacht, die das erreicht haben, was ich mir wünsche und lebe, strebe danach.
Ich suche mir ganz bewusst nur Leute in und für mein Umfeld, die sich nicht jeden Tag darüber beschweren, wie blöd doch die Arbeit ist und wie unzufrieden sie sind und wofür sie alles keine Zeit haben und wer ihnen wieder einen doofen Blick zugeworfen hat. Fällt mir gerade sogar echt schwer, das auszuschreiben, weil ich dafür absolut kein Verständnis habe.

Das, was ich heute denke, wird in ca. 1 Jahr meine Realität. Mir fällt gerade ein kleines Beispiel aus meinem Leben dazu ein.
Vor genau 1 Jahr zog mein Partner mit mir in eine traumhafte Wohnung. Direkt über unserem Dach und Garten jeden Tag die lauten Flugzeuge, da der Flughafen direkt in der Nähe ist. Ganz unabhängig davon, dass wir davon bis zum Umzug gar nichts wussten, fand ich es vom ersten Tag an total toll, da ich Flugzeuge mag, damit Urlaub verbinde und die Nähe zum Himmel liebe. Damals dachte ich mir „Wow, ich würde so gerne mehr fliegen.“. Heute, 1 Jahr später flog oder fliege ich tatsächlich mehrmals im Jahr.
Ich habe mir diesen Wunsch im Unterbewusstsein gespeichert und wurde jeden Tag, sobald die Flieger unterwegs waren, daran erinnert. Außerdem arbeitete ich dafür, notierte meine Pläne schriftlich, um meine Idee zu festigen und war immer wissbegierig, wenn große Namen wichtige Tipps für eine erfolgreiche Zukunft teilten. All der Einsatz und die Mühe führten am Ende dazu, dass mein Gedanke vor einem Jahr sich in die Realität umsetzte.
Natürlich können nun einige Stimmen behaupten, es sei Zufall. Doch dieser existiert nicht in meinem Leben.:-)
Die Gedanken beeinflussen unser Unterbewusstsein. Ich wiederhole mich, doch wenn ich mich beispielsweise Tag und Nacht mit dem Job quäle, der Freundeskreis das ganze immer nur bestätigt und alle sich gegenseitig bemitleiden - Wo genau soll das hinführen? Ich stelle mir den Alltag dann zumindest ziemlich öde vor, fast schon depressiv. Und man kann ja eigentlich nichts anderes sagen, als dass man dann selbst Schuld hat und die Verantwortung dafür trägt.

Respektiere dich selbst, respektiere andere und übernimm Verantwortung für das was du tust.“ (Dalai Lama)

 


Und der Gedanke, dass es nur die anderen verdient haben oder Glück hatten - Viele erarbeiten sich ihren Erfolg hart und stehen teilweise um 3, 4 Uhr morgens auf, um den Traum wahr werden zu lassen. Man muss daran glauben, jeden Tag positive Gedanken festhalten und dann Schritt für Schritt in die richtige Richtung gehen und Taten folgen lassen. Nebenbei sollte man darauf achten, womit man sich am Tag beschäftigt und ob es einen wachsen lässt. (Welche Informationen gibst du deinem Gehirn?) Wie gesagt, das eigene Umfeld ist von großer Bedeutung. Positive Freunde, die an dich glauben. Motivationslehrer, die dir zur richtigen Zeit den notwendigen „Arschtritt“ verpassen und Bücher sowie Filme, die dich motivieren und stärken. All das verhalf mir zur Verwirklichung meiner Träume.
Außerdem gibt es viele Rituale, die dir effektiv im Alltag helfen an deinem Wunsch der Veränderung festzuhalten.
Beispielsweise führen unfassbar viele erfolgreiche Menschen ein Dankbarkeitsbuch. Die einen schreiben darin morgens, die anderen abends. Wenn du dir mal selbst überlegst, wie oft man sich über Dinge beschwert oder negativ äußert und dann wiederum vergleicht, wie häufig du für irgendetwas in deinem Leben dankbar warst oder bist?
An all diejenigen, die nun behaupten, sie haben nichts, wofür sie dankbar sein sollten, weil ja alles so schlecht ist. Womit genau liest du gerade meinen Text?:D Die Leute müssen dann wirklich bei 0 anfangen und dafür danken, dass sie jeden Morgen überhaupt noch wach werden.
Im Ernst, jeder Mensch steht jeden Tag auf und es liegt allein in seiner Hand, in welche Richtung das eigene Leben führen soll. Ich möchte nicht abstreiten, dass manchmal wirklich harte Schläge eintreffen können. Völlig unerwartet kann man enttäuscht oder verletzt werden, aber sind wir nicht größtenteils sogar dankbar für die harten Kämpfe? Die brauchen wir doch, um wachsen zu können und uns nicht mehr kleinkriegen zu lassen. Auch ich habe meine Erfahrungen machen müssen. Teilweise total zerschmetternd und dennoch würde ich heute keine davon missen, denn genau Dank dieser harten Zeit bin ich heute genau diesen Weg gegangen. Abgesehen davon muss man realisieren, dass das Leben nie gegen einen arbeitet, sondern für einen!
Denke daran, dass etwas, was du nicht bekommst, manchmal eine wunderbare Fügung des Schicksals sein kann.“(Dalai Lama)

Ich hoffe, dass all diejenigen, die sich nach einer Veränderung sehnen, den Mut und den Willen dafür finden, ihr Leben nur noch schöner werden zu lassen. Es kann wirklich nur besser werden. Jede Erfahrung, die wir sammeln, ist genau gut so wie sie ist und notwendig für unser Leben.
Ich freue mich, wenn ich auch nur eine einzige Person damit erreichen konnte und vielleicht eine kleine Veränderung hervorrufen kann. Glaubt an euch, sortiert euer Umfeld und zieht das in euer Leben, was euch glücklich macht.
Solltet ihr glauben, dass eure Ziele viel zu groß sind, sagte mein Partner einmal:
"Egal wie groß deine Ziele oder Wünsche sind, wenn du den Weg in kleine Häppchen aufteilst, ist das Ziel leicht zu erreichen." Dennis Wilk

Zum Abschluss ein wunderbarer Spruch, den ich vor einiger Zeit bei einer Make-Up Artistin gelesen habe.
Your talent is God's gift to you. What you do with it is your gift back to God.“ Hellyluv

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Kommentare: 3
  • #1

    Ludmillka (Dienstag, 20 Juni 2017 23:20)

    Wow. Sehr toller Text. Ich freue mich für dich! Tolle Lebenseinstellung.

  • #2

    Daria (Mittwoch, 21 Juni 2017 10:56)

    Sehr schön geschrieben! Auch ich habe Videos und Bücher darüber gelesen, wie man all seine Wünsche und Träume wahr werden lassen kann. Indem man daran denkt und es sich immer wieder im Kopf vorstellt. Alles was man sagt und denkt, kommt zu einem. Also hast du vollkommen Recht! Immer positiv denken und sich mit Menschen umgeben, die positiv drauf sind und das Leben schätzen! Ich habe dich kennengelernt und finde du bist sehr inspirierend und du arbeitest mit einer großen Leidenschaft! Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg:)

  • #3

    Olja (Donnerstag, 22 Juni 2017 09:37)

    Süße ich wünsche Dir von ganzem Herzen alles Gute für deine Zukunft und vor allem bleib wie du bist.... Ich hatte Glück dich persönlich kennen lernen zu dürfen und trotz dass du so viel geschafft und erlebt hast, bist du so bodenständig und menschlich geblieben... es war mir eine Ehre dich kennengelernt zu haben... und nur wer träumt und sn sich glaubt kann Berge versetzen und was erreichen